Press release

Liefery zieht erste Krisen-Bilanz

Leon Verspohl

Liefery zieht erste Krisen-Bilanz

  • Seit dem 1. April erfolgen 100 Prozent der Zustellungen kontaktlos, bei einer Zustellquote von 99 Prozent.
  • Weiterer Anstieg bei Lebensmittel- und Medikamentenlieferungen seit Anfang März um über 60 Prozent.
  • Liefery fordert sofortige Aufhebung des Verbots von Sonntagsfahrten, zur Vermeidung von eingeschränkten Warenströmen.

Berlin 27.04.2020 – Seit Wochen steht die Logistikbranche vor großen Herausforderungen: Eine drastisch gesteigerte Nachfrage bei Lebensmittelbestellungen, umfangreiche Hygieneauflagen und die Unterstützung von stationären Händlern. Die Service- und Technologieplattform für Logistik Liefery zieht eine erste Zwischenbilanz und zeigt, wie Chancen in der Krise genutzt wurden. Kritisch sieht Nils Fischer, CEO und Mitgründer von Liefery hingegen die zögerlichen Maßnahmen der Bundesregierung.

Die aktuelle Gesundheitssituation in Deutschland und der Welt rund um den Erreger COVID-19 hat viele Branchen vor unvorhergesehene Herausforderungen gestellt – so auch die Logistikbranche. Mitarbeiter und Paketempfänger müssen durch angemessene Hygienestandards geschützt werden. Mit den Einschränkungen des öffentlichen Lebens ist die Nachfrage nach Lebensmittellieferungen im Vergleich zu Anfang März nochmals um 60 Prozent angestiegen. Bei Apothekenlieferungen war der Anstieg des Sendungsvolumens mit 63 Prozent vergleichbar. Zudem findet der Handel zurzeit stark vermehrt über Online-Shops und Lieferdienste ab.

Kreativität in der Krise

Innerhalb kürzester Zeit hat Liefery zum Schutz seiner Mitarbeiter und Endkunden die vorher übliche Unterschrift beim Paketempfang abgeschafft. Seit der Einführung am 1. April wurden 100 Prozent der Lieferungen kontaktlos zugestellt, insgesamt mehr als 50.000 Pakete bis zum 15. April. Darüber hinaus wurden an Lieferys Logistikstationen mehr als 100 Liter Desinfektionsmittel für die Mitarbeiter bereitgestellt. Dem erhöhten Lieferaufkommen zum Trotz können sich die Kunden von Liefery auf eine aktuelle Zustellquote von durchschnittlich 99,12 Prozent im ersten Zustellversuch verlassen. „Während andere Logistik-Anbieter ihr Same-Day- sowie Next-Day-Angebot eingestellt und teilweise ganze Wechselbrücken bei Auftraggebern in der Krise zurückgelassen haben, sind wir stolz darauf auch unter widrigen Umständen weiterhin verlässlich zu liefern“, sagt Nils Fischer, Mitgründer und CEO von Liefery.

Kritik an zögerlichen Maßnahmen der Bundesregierung

Auch, wenn alle Herausforderungen bislang gemeistert wurden, kritisiert Nils Fischer das Vorgehen der Bundesregierung zu Beginn der Krise: „Wir begrüßen es zwar, dass die meisten Logistik Dienstleister relativ zügig durch die Bundesnetzagentur als systemrelevant eingestuft wurden, können es aber nicht nachvollziehen, warum noch immer am Verbot für Sonntagslieferungen festgehalten wird, sind die Lieferdienste in der aktuellen Krise doch integraler Bestandteil der Gesellschaft zur Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Lebensmitteln und anderen Gütern.“ Wie der Bundesverband Paket und Express Logistik (BIEK) in seinem Positionspapier zur Corona-Pandemie "Sicherstellung der Lieferketten" unter Punkt 6 erwähnt hat, müsste auch nach unserer Auffassung "im Arbeitszeitgesetz der Ausnahmekatalog des § 10 um den Tatbestand der Versorgung von Bürgern und Unternehmen mit Waren und Gütern zeitlich befristet ergänzt werden", um eine lückenlose Versorgung der Bevölkerung mit Lebensmitteln und anderen wichtigen Gütern sicherzustellen.

Unterstützung des stationären Handels

Die Ladenschließungen Mitte März haben Einzelhändler dazu gedrängt, eine Lösung für den Absatz ihrer Waren zu finden. Viele auch kleine stationäre Händler wollen ihre Waren mit oder ohne Onlineshops zu ihren Kunden senden. Hier unterstützt Liefery: Ob mit Online-Shop oder Beauftragung per E-Mail holt Liefery mit „Ship-from-Store“ Waren aus Ladengeschäften ab, und bringt sie zeitfenstergenau zum Kunden. Der Service wurde innerhalb einer Woche aufgesetzt und steht Händlern bereits seit Ende März zur Verfügung.